Rumänien – das ist auch ein wenig ein Land der Verrücktheiten. Die unzähligen Pferdekutschen, die dort umherfahren und den Verkehr verlangsamen. Die seltsamen Kneipen in die man so gehen kann und dann auch noch die ziemlich kuriosen Sehenswürdigkeiten, die man dort so sehen. Einige davon sind so schräg, dass man sie eigentlich unbedingt mal gesehen haben muss. Fünf Sehenswürdigkeiten haben es mir davon besonders angetan und wenn man schon nach Rumänien fährt, sollte man diese auch unbedingt mal gesehen haben.

Salzmine Turda – Riesenrad unter Tage

Eigentlich habe ich immer eine Abneigung gegen künstliche Sehenswürdigkeiten. Also gegen solche, die man nur gebaut hat, damit sich Touristen dort austoben können. Aber wenn man es sich so überlegt, sind das ja eigentlich die meisten kuriosen Sehenswürdigkeiten. Bevor ich in die Salzmine Turda gefahren bin, ging es mir ähnlich. Da ist ein riesiges Bergwerk und man baut einen künstlichen Vergnügungspark hinein. Aber als ich dann dort war, hat es mich sogar so beeindruckt, dass ich ein Facebook-Livevideo von meiner Tour dahin gemacht habe. So gibt es in der riesigen Mine nicht nur eine Bowlingbahn und ein Riesenrad. Man kann sogar mit einem Boot auf einem künstlichen See fahren. Und die Aussichten in der bis zu 80 Meter hohen Mine sind auch umwerfend.

Rumänisches Stonehenge Sarmizegetusa Regia

Sarmizegetusa Regia – das rumänische Stonehenge – liegt mitten im Wald auf einem Hügel.

Sarmezegetusa Regia – Rumänisches Stonehenge

Das rumänische Stonehenge habe ich ja bereits ziemlich ausführlich in einem Beitrag beschrieben. Dieser abgeschiedene Flecken Erde war einmal das geistige Zentrum einer ganzen Kultur. Hier versammelten sich die Hohepriester und der Fürst der Daker. Sarmezegetusa Regia muss man sich einfach einmal anschauen. Die Holz und Steinkreise sind genauso interessant wie die Steinkreise von Stonehenge in England und für die Geschichte der Rumänien auch genauso bedeutend – wenn auch nicht ganz so alt.
Hier lest ihr mehr zum rumänischen Stonehenge.

Fröhlicher Friedhof Sapanta Maramures Rumänien

Schöner Sterben in Rumänien

Fröhlicher Friedhof Săpânța – Über die Toten lachen

Der Tod ist eigentlich nicht zum Lachen. Aber wenn es nach einigen Rumänen geht, dann ist das durchaus erlaubt. So gibt es in der Maramures, der Grenzregion im Norden Rumäniens den Fröhlichen Friedhof von Săpânța. Hier wird der Tote noch einmal hochgelebt. Mit jeweils einer guten Geschichte und einer Dummheit aus dem Leben. Hier sollen die Menschen sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge an die Toten erinnern. Eine schöne Idee, wie ich finden. Und noch dazu sind die Grabsteine aus Holz alle von Hand hergestellt und zeigen die Episoden aus dem Leben der Toten. Das ist dann auch noch große Kunst.
Mehr über den fröhlichen Friedhof Săpânța in meinem Beitrag über Maramures.

Dracula Schloss Bran

In diesem soll Graf Dracula gewohnt haben.

Dracula-Schloss Bran – Das Vampir-Hauptquartier

Die Sehenswürdigkeit überhaupt in Rumänien – das ist vermutlich das Schloss des Grafen Dracula. Das Schloss Bran bei Brasov (Kronstadt) gilt weltweit als das Schloss des blutrünstigen Grafen mit den scharfen Eckzähnen. Dass dort weder irgendein Vampir, noch die echte historische Vorlage für den Roman jemals gelebt haben – geschenkt. Es ist natürlich eine Touristenfalle – aber irgendwie will man als Tourist ja unterhalten und beschäftigt werden. Deswegen ist es schon eine kuriose Sehenswürdigkeit in Rumänien. Die Burg selbst ist wirklich sehenswert. In der Ausstellung wird sowohl das mittelalterliche Leben in der Burg gezeigt, als auch das spätere, bis die Schlossbesitzer am Ende des Zweiten Weltkrieges vertrieben wurden. Da lohnt sich auch der für Rumänien recht happige Eintrittspreis!

Hoia Wald Cluj UFOs Hexen

Im Wald von Hoia soll es Hexen und UFOs geben.

Der Hexenwald von Hoia – Vorsicht UFO, Achtung Hexen!

Ich war von meinem Besuch in Cluj-Napoca ziemlich enttäuscht. Eine Sehenswürdigkeit in Cluj hat die Stadt in meinen Augen dann aber doch noch vor meiner vernichtenden Kritik, gerettet, höhö. Man nehme einen stinknormalen Wald – diesmal im Herbst – und stelle sich vor, dass es hier spukt. Dann gehe man selbst mit einer Kamera los und hier hört die Geschichte im Film dann auch auf. Bei mir ging sie doch weiter. Denn ich habe zwar keine Hexen gesehen, die es in Wald von Hoia geben soll aber immerhin ziemlich bizarre Bäume, die es dann doch schon wieder cool gemacht haben hier einen Spaziergang hin zu unternehmen. Übrigens soll es hier im Wald von Hoia 1968 auch eine UFO-Sichtung gegeben haben. Ob ihr das für möglich haltet, überlasse ich euch mal selbst. Den Wald zu besuchen, lohnt sich aber trotzdem.

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Posted by Peter Althaus

Hi, ich bin Peter und ich schreibe hier auf Rooksack über meine Abenteuer mit dem Rucksack in der Welt. Wenn Du mehr davon willst, folge mir auf Facebook, Twitter oder abonnier uns per E-Mail!

One Comment

  1. Hallo Peter,
    da sind ja echt skurile Sachen dabei, interessant! Ich war bisher nur ganz kurz in Rumänien, um einen ersten Eindruck zu bekommen, war aber total begeistert von dem, was ich gesehen und erlebt habe. Dein Beitrag ist gut, ich habe schon wieder ein paar Ideen fürs nächste Mal! 🙂
    Liebe Grüße, Barbara

    Antworten

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