Es ist ein Problem mit dem ich mich schon lange herumplage. Ich hasse es unrasiert herumzulaufen, egal ob zu Hause oder auf Reisen. Ich kann mich mit einem Dreitagebart nicht anfreunden. Ja, ich habe einen Bart, wie man unschwer erkennen kann. Aber den hege und pflege ich und es war eine Pest mich daran zu gewöhnen. Dennoch will ich die Stellen drumherum unbedingt frei halten. Hier sind meine Tipps, wie ich das auch auf Langstreckenreisen am besten schaffe.

Nass oder trocken rasieren auf Reisen? Was ist besser?

Und so hab ich es rasiert: Rechte Wange mit Schaum und Nassrasierer, linke Wange mit Trockenrasierer und Kinn mit Schaum und Nass-/Trockenrasierer.

Und so hab ich es rasiert: Rechte Wange mit Schaum und Nassrasierer, linke Wange mit Trockenrasierer und Kinn mit Schaum und Nass-/Trockenrasierer.

Grundsätzlich bin ich eigentlich ein Freund des Nassrasierens. Besonders auf Reisen habe ich immer das Problem, dass ich mich gern rasieren möchte aber es nicht kann, weil kein Wasser in der Nähe ist. Ich bin ein Freund der Nassrasur. Doch da gibt es auf Reisen in etwas weniger entwickelte Länder bereits Probleme. Deshalb habe ich mir in letzter Zeit wiederholt die Frage gestellt, ob ich mein Verhalten nicht ändern sollte.

Vorteile und Nachteile des Nassrasierens auf Reisen und daheim

+ Nassrasuren sind gründlicher.
+ Man hat durch das Waschen gleich auch ein sauberes Gesicht.
+ Nassrasierer sind klein und handlich.
+ Man bekommt weniger oft Rasurbrand.
+ Die Pflegemittel sind meist gut für die Haut.

 Man bekommt für das eigene Modell nicht überall Ersatzklingen und muss diese mitnehmen.
 
Ersatzklingen sind teuer.
Durch verunreinigtes Wasser besteht eine Ansteckungsgefahr durch das Rasieren. So kann man sich dabei mit Hepatitis A oder B anstecken, wenn man nicht geimpft ist.
Das gleiche Problem gilt leider auch für den Barbier auf Reisen. Bei einem Test im türkischen Samsun haben Wissenschaftler festgestellt, dass dort beinahe jede zehnte Rasierklinge mit Hepatitis-Viren belastet war. Das ist echt schade, denn die Barbiere im Nahen Osten sind echt Weltklasse!
Manchmal ist gar kein Wasser verfügbar.
Oder der Wasserdruck reicht nicht aus, um die Klingen sauber zu bekommen, wie auf Zugtoiletten beispielsweise.
Durch die Klingen kann man sich verletzen. Das kann sich entzünden und lockt Getier an.

Vorteile und Nachteile von elektrischen Rasierern auf Reisen und daheim

In der Hand liegt der Braun WaterFlex ganz gut.

In der Hand liegt der Braun WaterFlex ganz gut.

+ Man braucht kein Wasser und kann sich quasi überall rasieren.
+ Eine Trockenrasur geht schneller.
+ Bei Hautkrankheiten ist der Elektrorasierer der Rasierer der Wahl, da keine weiteren Viren und Bakterien sich verteilen können.
+ Die Rasierapparate muss man nur einmal kaufen. Danach kann man sie jahrelang nutzen. Die Scherköpfe müssen nicht so häufig gewechselt werden.

Leider bin ich Fan von Nassrasuren. Es fühlt sich einfach besser an und sieht meist auch einfach besser aus. Trockenrasierer hinterlassen bei mir auch immer genau das: eine trockene Haut. Und zudem kommt der Elektrorasierer nie so nah an die Haut, wie der Elektrorasierer.
Somit müsste ich jeden Tag rasieren. Beim Nassrasierer mache ich das nur jeden zweiten Tag.
Strom ist nicht immer überall verfügbar. Besonders auf langen Zugreisen braucht man einen extrem haltbaren Akku, sonst hat man nachher doch einen Bart.
Man muss ans Aufladen denken. Ich bin ein vergesslicher Mensch.
Er verbraucht Platz im Reisegepäck und wiegt auch einiges.
Man braucht in fremden Ländern einen passenden Stromadapter.

 Welcher Rasierer für welche Reise?

Nachdem ich nun die verschiedenen Rasierarten getestet habe, werde ich die Planung für kommende Trips etwas strategischer ausrichten. So bin ich mir eher sicher, dass ich glatt wie ein Babypopo durch die Welt komme.

Elektrorasierer für lange Reisen

Nachdem ich beide Rasierarten in einigen Reisesituationen getestet habe, habe ich mich nun etwas umorientiert. Für lange Reisen, bei denen ich viel unterwegs bin, kommt künftig mein Elektrorasierer ins Gepäck. Besonders wenn ich in Länder mit mangelnder Wasserversorgung fahre, wird Strom sicher noch eher aufzutreiben sein. Auch für lange Zugreisen oder Flugreisen werde ich den Elektrorasierer bevorzugen, da er mir auch zwischendurch eine Rasur gibt – dadurch fühle ich mich besser. Zudem habe ich auf langen Reisen sowieso meist mehr Gepäck dabei. Das heißt ich nutze Check-In-Gepäck auf Flügen und da macht das Gewicht des Rasierers insgesamt nicht mehr so viel aus.

Nassrasierer für Städtetrips

Bei kurzen Städtetrips kommt weiter mein kleiner Nassrasierer mit. Wenn ich mit einem Billigflieger nur mal eben in eine europäische Stadt jette, will ich Gepäck sparen. Da ist mir ein kleiner Nassrasierer lieber. Auch den Schaum dafür kriege ich ganz easy in meine kleinen Flugreise-Hygiene-Sets. Mir fällt zudem auf Anhieb keine europäische Stadt ein, wo das Trinkwasser so unsauber wäre, dass ich mich nicht zumindest damit rasieren könnte. Den Rasierschaum oder das Gel dafür kann man günstig in den meisten Drogerien oder großen Supermärkten kaufen. Dort gibt es sie in Reisegrößen.

Produkttest Braun WaterFlex

Als Elektrorasierer habe ich den Braun WaterFlex getestet. Den ausführlichen Testbericht zu diesem Nass-/Trockenrasierer lest ihr hier. Eignet sich ein Nass-Trockenrasierer wirklich für beides?

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Posted by Peter Althaus

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4 Comments

  1. Es betrifft mich zwar nicht selbst, aber das wäre noch eine Möglichkeit: Nassrasur mit einem Rasiermesser.
    http://www.artofmanliness.com/2014/01/31/how-to-shave-with-a-straight-razor-video/
    Dann entfallen die Probleme mit dem Wasserdruck zur Reinigung der Klingen und dem Nachkaufen.

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    1. Das wollte ich auch erst erwähnen, aber da ist das Problem, dass Du die wiederum im Normalfall nicht mit ins Handgepäck nehmen darfst (Klinge zu lang). Außerdem kann man sich da auch echt über schneiden (selbst erlebt, aua).

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  2. Ich habe vor einigen Jahren mal spaßeshalber eine Nassrasur ausprobiert und bin dann dabei geblieben. Viel gründlicher, und ich fühle mich erfrischter.
    Ich habe ein altes aber gängiges Modell (Gillette Mach 3), für das ich bisher fast überall auf der Welt Klingen gefunden habe.
    Die Dose mit Rasierschaum nimmt im Gepäck allerdings genausoviel Platz und Gewicht ein, wie es ein Elektrorasierer täte.

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    1. Das verstehe ich. Ich bin zwar auch leidenschaftlicher Nassrasierer aber habe vor einer Weile den anderen Weg genommen und mich ans Trockenrasieren gewöhnt. Geht schneller und überall.

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