Ich bin schon total gespannt. Am Samstag geht es endlich wieder auf einen Roadtrip durch die USA. Die erste längere Reise seit … ja wann eigentlich? Sind schon ein paar Jahre seit ich auf einem längeren Backpacking-Reise war. Und diesmal wird es ein längerer Roadtrip durch den Süden der USA und entlang des Mississippi. Am Ende schwenke ich dann noch rüber nach Chicago. Wenn ich es schaffe, dann mache ich auch noch einen Halt an der Route 66! Aber hier erstmal einen groben Plan für euch, wo es alles hingeht und was ich da vorhabe.

Roadtrip durch Florida – Miami, die Keys und mit Seekühen schwimmen

Miami – Art Deco und Little Havana

Ich war schon einmal Anfang 2007 in Florida. Der „Sunshine State“ ist sogar im Januar super schwül und rund 30 Grad warm. Im März wird es mindestens genauso warm sein. Ich freu mich trotzdem. Am 7. März werde ich in Miami landen. Ich werde dann erstmal couchsurfen. In Miami hoffe ich mir das Art Deco-Viertel anzuschauen. Ich bin ja ein großer Fan der Architektur des 20. Jahrhunderts. Und da ich es immer noch nicht nach Kuba geschafft habe, will ich mir auch das Viertel Little Havanna anschauen. Dort leben viele kubanische Einwanderer. Ich freue mich also auf Cuba Libre und kubanisches Essen.

Florida Keys – Ernest Hemingway und ein Geheimtipp

Dann geht es hoffentlich auf die Florida Keys. Die dürfen bei einem Roadtrip durch die USA natürlich nicht fehlen! Schon allein um die ewige Brücke entlangzufahren, die die Keys mit dem Festland verbindet. Dort will ich zum südlichsten Punkt der USA und mir das Haus von Ernest Hemingway anschauen. Fischen will ich aber nicht, wie in „Der alte Mann und das Meer“. Die Baracudas lasse ich im Wasser. Dort hab ich noch eine Überraschung für euch – ein echter Geheimtipp, der mir empfohlen wurde. Mehr verrate ich noch nicht. Leider hängt das auch davon ab, ob ich dort eine Couch finde, denn die Florida Keys sind mega teuer und für mich als Budgetreisender deshalb etwas ungewohnt.

Everglades und Crystal River – Bootfahren mit Alligatoren und Schwimmen mit Seekühen

Nach den Keys geht es dann wieder aufs Festland, wo ich aber das Auto gegen ein Boot tausche. Ein Ausflug mit dem Luftkissenboot durch die Everglades steht an. Dort will ich mir diese einzigartige Sumpflandschaft anschauen und natürlich auch Alligatoren sehen, die es in Florida aber sowieso überall gibt. Allerdings hoffentlich nicht in der Nähe von Crystal River, wo ich mit Seekühen schwimmen will. Allerdings ohne die Tiere zu stören. Seekühe finde ich, wie wahrscheinlich die meisten Frauen unter euch hier, auch echt cool. Im Tierpark in Berlin besuche ich sie jedes Mal. Aber in freier Wildbahn ist es natürlich viel schöner.

Welcher Freizeitpark wird es? Hier der Incredible Hulk Coaster in den Universal Resort-Islands of Adventure. (Foto: Visit Florida)

Welcher Freizeitpark wird es? Hier der Incredible Hulk Coaster in den Universal Resort-Islands of Adventure. (Foto: Visit Florida)

Orlando oder Tampa – Welcher Freizeitpark wird es?

Nach dieser Erholungsphase kommt dann auch noch etwas Action in meinen Roadtrip durch Florida. Ich werde noch einen Vergnügungspark in Florida besuchen. Derzeit versuche ich mich noch zwischen Busch Gardens und den Universal Studios zu entscheiden, die beide sehr geil sein sollen. Was meint Ihr?

New Orleans - die Stadt des Mardi Gras. Der ist zwar vorbei aber Musik gibt es da immer. (Foto: NOCV)

New Orleans – die Stadt des Mardi Gras. Der ist zwar vorbei aber Musik gibt es da immer. (Foto: NOCV)

New Orleans – Ohne Mardi Gras aber mit allem anderen

Nach Florida geht es auf meinem Roadtrip durch die USA rüber nach New Orleans. Das hat zum einen einen persönlichen Grund. Meine Gastmutter während meines Austauschjahres, Sherry, liebt diese Stadt und hat mir schon so viel darüber erzählt. Da muss ich sie natürlich sehen. Ist schon ein ganz alter Traum von mir. Und ich will mir auch anschauen, wie sich die Stadt seit Katrina verändert hat. Ihr wisst ja, dass der Hurrikan Katrina weite Teile der Stadt verwüstet hat. Es gibt Führungen die die Entwicklungen seitdem zeigen. Ansonsten werde ich mich dort natürlich auch wieder durch die Buffets der Stadt futtern! New Orleans hat eine großartige Küche mit französischen, kreolischen und südlichen Einflüssen. Yammy!

Cajun Wetlands – Die französischen USA

Wenn man an die französischsprachigen Gebiete in Nordamerika denkt, dann fällt einem im Normalfall höchstens Quebec ein. Aber es gibt auch Arcadiana oder auch Cajun Land genannt. Hier sprechen die Leute ihren eigenen Dialekt, der mit Französisch nicht mehr so viel gemein hat. Aber das Essen und die Landschaft sollen toll sein. Und ich liebe den Film „Schultze gets the Blues“ in dem ein Mann aus Teutschenthal (bei Halle) den Blues entdeckt und in die USA reist und dort die Musik und Menschen der Region entdeckt. Der Film spielte unter anderem auch in Louisiana und wurde zum Teil dort gedreht. Anschauen und mitfühlen! Achso und ganz wichtig: Ich will lernen, wie man das Essen von dort kocht. Eine der besten Küchen der Welt!

Great River Road – Den Mississippi entlang wie Huckeberry Finn

Wer Huckleberry Finn und Tom Sawyer gelesen hat, der hat natürlich sich immer schon ausgemalt, wie dieser riesige Fluß zu bereisen sein kann. Da Kreuzfahrten den Mississippi entlang gerne mal ein paar Tausend Dollar kosten, hab ich mich stattdessen entschieden die Great River Road mit meinem Freund John aus High School Tagen entlang zu fahren. Dieses Scenic Byway, wie auch die Route 66 einer ist, führt parallel entlang des Flusses. Haltepunkte werden dabei unter anderem ein paar Südstaaten-Plantagen und die Stadt Vicksburg sein, wo eine der großen Schlachten des Bürgerkrieges ausgefochten wurde. Außerdem will ich ins Bluesdelta, nach Clarksville, Mississippi. Dort entstand diese großartige Musik. Vielleicht kann ich da auch ein wenig lernen, wie man Mundharmonika spielt. Das ist für mich ja das beste Instrument für Reisen durch die USA. John spielt Gitarre. Vielleicht machen wir eine Roadtrip-Band.

So, Memphis is pretty cool too. #bealestreet #memphis #tennessee

Ein von Dakota Jones (@dkjones907) gepostetes Foto am

Memphis – Elvis, Martin Luther King und Blues

Hinter Clarksdale gibt es dann einen kurzen Stopp in Memphis. Dort steht nicht nur das Sun Studio, wo Elvis seine erste Platte aufgenommen hat, sondern auch Graceland, seine Villa. Aktuelle Musik ziehen wir uns in den Kneipen an der Beale Street rein und wenn noch Zeit ist besuchen wir den Peabody Ducks im Hotel dort. Hab ich alles schon einmal gemacht. Das war allerdings mit meiner wundervollen Gastmama im Jahr 2001. Jetzt darf ich auch Bier trinke, da machen auch die Kneipen Spaß!

Obligatory touristy shot. #saintlouis #downtown #arch #stlarch #gatewayarch

Ein von Susan Sheppard (@susansheppard) gepostetes Foto am

St. Louis – Die Gateway Arch und Zeit mit der Familie

Ich war von 2000 bis 2001 Austauschschüler in den USA. Ich komme aus Sachsen-Anhalt und wo hat man mich damals hingeschickt? Nach Kansas. Noch flacher, noch ländlicher. Aber es war trotzdem toll und ich habe dadurch meine wundervolle Gastfamilie kennengelernt. Die wohnen jetzt allerdings in der Nähe von St. Louis, weswegen ich mir endlich auch mal die Gateway Arch anschauen kann, den riesigen Turm in Bodenform, der als Tor zum Westen getauft wurde. Hier bleibe ich auch ein paar Tage bei meiner Gastfamilie, freue mich mich von meiner Gastmutter Sherry bekochen zu lassen und mit meinem Gastvater ein paar lustige DVDs zu schauen.

Auf der Route 66 durch Illinois

Noch nicht ganz sicher ist mein Trip auf der Route 66. Die führt nämlich auch durch Illinois. Hierfür will ich gern in Springfield und Pontiac stoppen und auf der Mother Road cruisen, ein anderer alter Traum von mir. Aber mal schauen, ob ich das überhaupt schaffe. Ansonsten ist der nächste Roadtrip in den USA vermutlich sowieso die Route 66.

Willis Tower scraping the sky of Chicago. #WillisTower #SearsTower #WindyCity #Chicago #ChiCity #LoveForChicago312 #SkyScraper

Ein von Brucca Photos (@bruccaphotos) gepostetes Foto am

Chicago – Willis Tower und die beiden Als

Grrrr Chicago. Eine tolle Stadt! Aber ich ärgere mich bis heute. Denn als ich 2001 auf meinem Rückflug nach Deutschland einen 10-stündigen Aufenthalt in Chicago hatte, war ausgerechnet an diesem Tag der damalige Sears Tower (heute Willis Tower) wegen Fahrstuhlreparaturen gesperrt. Ausgerechnet an dem einen verdammten Tag, wo ich dort entlang reise! Naja, das will ich jetzt nachholen. Damals war ich dann auf dem John Hancock Center, was auch sehr beeindruckend war – aber eben nicht das höchste Gebäude der Stadt!

Und wenn ich einmal da bin, werde ich natürlich eine Tour auf den Spuren Al Capones machen und schauen, ob ich zum Gangster tauge. Und da es auch noch einen anderen Al aus Chicago gibt, schaue ich, was ich so von Al Bundy finden kann. Der Anti-Held aus „Eine schrecklich nette Familie“ ist zwar nicht real. Aber immerhin gibt es den Springbrunnen aus der berühmten Anfangssequenz zu sehen. Hat jemand ein No Ma’am-T-Shirt für mich?

Ich freue mich über eure Tipps

Da ich ja ziemlcih lange unterwegs bin und auch nicht alles wissen und erlesen kann, freue ich mich natürlich über eure Tipps und Hinweise für einen noch besseren Trip. Bleibt auch bei Instagram und Twitter sowie bei Facebook auf dem Laufenden. Unter dem Hashtag #rooksackUSA könnt ihr meiner Reise in Echtzeit folgen. Ich habe eine amerikanische SIM und versuche so oft ich kann etwas zu posten. Viel Spaß auf meiner Reise!

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Posted by Peter Althaus

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3 Comments

  1. Schade, dass Du um diese Jahreszeit nach Memphis reist. Im Mai findet nämlich jedes Jahr die „Barbecue World Championship“ dort statt. Ein Riesenspaß, der auch noch sehr gut schmeckt 😉

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    1. Ja, da wäre ich tatsächlich gern dabei gewesen. Aber ich komme sicher auch so in Reichweite einiger leckerer BBQs.

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  2. Sehr guter Bericht und tolle Fotos, vielleicht wäre Florida doch mal eine Reise wert für die Zukunft 😉

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