Mein großes Problem auf Reisen: In fast allem, was sich bewegt, bekomme ich kein Auge zu. Ich kann weder im Sitzen noch auf dem Rücken schlafen. Wenn es viele Geräusche gibt, hilft auch kein Ohropax. Ich versuche es zu trainieren und werde besser. Ich schlafe mittlerweile schneller ein. Auch in Zügen kann ich schon besser nächtigen. Folgende Tipps helfen mir auf meinen Reisen in Zug, Bus und Flugzeug schlafen zu können.

Nachtzüge nutzen

Ich liebe ja Nachtzüge. In Osteuropa gibt es sie noch überall. Sie sind die beste Reiseform, denn so kann man prima auf langweiligen Strecken die Zeit verbringen. Von der öden Landschaft sieht man nur wenig, denn es ist dunkel. Am nächsten Morgen wacht man dafür in einer neuen Stadt auf. Und das Wichtigste: In Nachtzügen gibt es Schlafabteile. Oft gibt es sogar Einzel- oder Doppelkabinen. Dort schläft man noch besser und hat keine schnarchenden Mitreisenden und kann die Fahrt für die schönen Dinge im Leben nutzen. Dafür kosten sie aber auch mehr. Aber guter Schlaf ist teuer.

Sitzreihen belegen

Wenn ich in Bussen oder Flugzeugen reise, die nicht so voll sind und besonders wenn es keine Sitzplatzreservierung gibt, versuche ich mich möglichst mindestens den Platz neben mir freizuhalten. Bei Sitzreihen von drei oder mehr Sitzen, lohnt es sich, einen Freund auf der anderen Seite zu platzieren. So hat man oft die Reihe für sich, denn die wenigsten Leute werden dann den Platz in der Mitte beanspruchen, wenn sie dafür an euch vorbei müssen. Die meisten Menschen wählen hier den Weg des geringsten Widerstands und suchen sich einen Platz woanders. So könnt ihr euch nun ausstrecken. Aber Vorsicht: Euer Freund oder Partner sollte besser keinen Käsefuß haben, sonst wird es eklig.

Ohrstöpsel sind in Hostels und in Verkehrsmitteln immer praktisch.

Ohrstöpsel sind in Hostels und in Verkehrsmitteln immer praktisch.

Ohrstöpsel einstecken

Sie sind nicht immer hilfreich aber oft. Ohropax helfen mir oft das nervige Schnarchen im Hostel oder die Turbinengeräusche im Flugzeug zu überhören. Deshalb einfach mitnehmen. Ohrstöpsel verbrauchen schließlich kaum Platz.

Aufblasbares Kissen und eine Decke dabei haben

Auf Kurztrips ist es schon wegen des Gepäcks meist etwas schwierig. Aber wenn Dich die Gepäckmenge nicht stört, kann es manchmal gut sein, ein aufblasbares Kissen dabei zu haben und eine Decke. Alternativ geht natürlich auch der Schlafsack. Aber dann sollte er klein genug fürs Handgepäck sein. Ich schlafe immer besser, wenn ich zugedeckt bin und ein ordentliches Kissen habe. Mir hilft das also beim Schlafen. Außerdem schützt die Decke vor der Zugluft der Klimaanlagen.

Koffeinhaltige Getränke und Alkohol meiden

Ich kenne viele Leute, die schwören auf Kaffee. Ich vertrag ihn aber sowieso nicht. Schwarzer Tee ist schon besser und Cola mein Leibgetränk. Dennoch verzichte ich auf alle diese Getränke, wenn ich über Nacht reise. Erstens verursachen die meisten verstärkte Darmtätigkeit, was in Verkehrsmitteln immer schlecht ist. Zweitens ist das darin enthaltene Koffein aufputschend und verhindert so den Schlaf bei mir noch mehr. Wenn ich also am Abend fliege, Bus oder Zug fahre, gibt es bei mir ab dem frühen Nachmittag am besten nur noch Wasser. Auch Alkohol hilft bei mir zumindest dem Schlaf nicht. Insofern ist vielleicht der im Flugzeug gern getrunkene Tomatensaft für das Schlafen auf Reisen das beste.

Viel unternehmen

Die Logik lässt sich nicht von der Hand weisen. Wenn man viel unternimmt und reichlich Sauerstoff geatmet hat, dann ist das Schlafen auf Reisen gar nicht schwer. Ich jedenfalls kann nach ausgiebigen Städtetouren wesentlich besser die Augen schließen.

Kindle und Buch auf Reisen

Statt heller Bildschirme mit vielen Blitzen greife ich zu einem Kindle ohne Hintergrundbeleuchtung und zu Büchern.

Helle Bildschirme meiden

Helle und blitzende Bildschirme reizen das Auge und beanspruchen den Seenerv und das Gehirn. Mich jedenfalls macht das eher wuschig und ich kann dann schlechter schlafen. Deshalb versuche ich das zu meiden und lese stattdessen lieber ein Buch oder nutze meinen E-Book-Reader, der nicht selbst leuchtet (also kein Kindle Paperwhite oder Tolino Shine).

Nicht über komplizierte Dinge nachdenken

Zu guter letzt noch ein eher simpler Tipp. Wenn ich reise, versuche ich nciht über komplizierte Dinge nachzudenken, die mich aufregen oder beschäftigen. Erstens bin ich ja im Urlaub und will mich erholen. Daher denke ich dann möglichst wenig an Arbeit oder finanzielle Dinge oder andere existenzielle Frage. Auch versuche ich so wenig wie möglich über meine Reiseziele nachzudenken, zumindest wenn ich schlafen will. Das hat bei mir immer aufputschende Wirkung und macht mich eher munter, weil ich mir 1000 coole Dinge überlege, die ich machen und sehen will.

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Posted by Peter Althaus

Hi, ich bin Peter und ich schreibe hier auf Rooksack über meine Abenteuer mit dem Rucksack in der Welt. Wenn Du mehr davon willst, folge mir auf Facebook, Twitter oder abonnier uns per E-Mail!

2 Comments

  1. Hi Peter,

    danke für den Artikel. Ich packe auch immer eine gute Schlafbrille von Tempur mit ein, sie schottet wirklich alles ab und damit kommt man gut zur Ruhe 😉

    Viele Grüße
    Mathias

    Antworten

  2. Sehr gute Tipps! Für alle Reiseblogger, die abends noch schnell das Erlebte am Laptop verarbeiten wollen, aber unter Schlafproblemen durch zu helle Bildschirme leiden, noch eine ergänzender Tipp.

    Auf meinem Notebook läuft ein kleines Programm im Hintergrund, welches das Licht oder besser die Farben, je nach Tageszeit, anpasst. Abends wird das Bild auf diese Weise in warme Farben getaucht, nach Sonnenaufgang ist es dann normal hell. Das Programm heisst f.lux und ist kostenlos.

    Antworten

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