Trampen wie geht das? – Per Anhalter fahren für Anfänger

Per Anhalter zu fahren ist schon seit langer Zeit eine Form des Reisens gewesen. Per Anhalter wurde auch schon auf Kutschen mitgefahren. Richtig populär wurde es aber erst ab den sechziger Jahren – in Ost und West. Vielleicht habt ihr schon meine Geschichte über das Trampen in Polen vor der Wende gelesen. Dort wurde das Trampen sogar staatlich gefördert. Mittlerweile ist das Trampen zwar nicht mehr ganz so populär. Aber es gibt immer noch viele Leute die Trampen – und das weltweit.

Trampen ist eigentlich auch nicht schwer. Theoretisch braucht man nur einen Daumen. Und wer den nicht hat, braucht sich auch keine Sorgen zu machen. Solange man den Leuten freundlich begegnet, ist es nicht schwer eine kostenlose Mitfahrgelegenheit zu finden. Hier eine Übersicht, wie man am besten per Anhalter fahren kann.

Planung deines Anhalter-Trips

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du bereits weißt, wo Du hin willst – zumindest ungefähr. Wenn nicht, auch kein Problem. Ich kenne auch Leute die einfach ziellos trampen und die coolsten Sachen erleben. Aber zurück zum Thema: Wenn Du einen Plan hast, dann kannst Du Dich auf Seiten wie dem Hitchwiki informieren, wie Du am besten in verschiedene Richtungen kommst. Dort stehen für sehr viele Städte Tipps, wo günstige Start-Stellen sind. Falls es keinen Eintrag gibt, kann ich empfehlen, mit einem öffentlichen Verkehrsmittel so weit zu fahren, wie es geht und sich dann selbst eine geeignete Stelle zum Trampen zu suchen. Günstig sind grundsätzlich immer folgenden Orte:

  • Autobahnauffahrten in die richtige Richtung
  • Bushaltestellen
  • Tankstellen
  • Ampeln

An diesen Orten solltest Du Dich platzieren. Möglichst auch so, dass die Fahrer noch Zeit haben anzuhalten ohne sich oder ihr Fahrzeug dafür in Gefahr zu bringen.

Auch solltest Du möglichst früh losfahren. Gut sind immer Zeiten, wenn Berufsverkehr herrscht. Dann sind mehr Menschen auf den Straßen unterwegs und viele langweilen sich. Hast Du eine Langstrecke vor Dir, solltest Du umso früher starten.

Um nicht stecken zu bleiben, ist es ratsam, nicht weiter als 500 Kilometer am Tag schaffen wollen und eventuelle Zwischenstopps als Ausweichquartier zu wissen. Notiere Dir also irgendwo ein paar Hostels, in Städten die auf dem Weg liegen. Ansonsten kann man auch eine Isomatte dabei haben uns im Notfall an einer Tanke übernachten. Aber bequem ist das nicht. In manchen Ländern schafft man auch die 500 Kilometer nicht, weil es kaum Autobahnen gibt oder oft Stau ist.

Auch eine Straßenkarte oder ein Autoatlas haben sich bei mir oft bewährt.

So solltest Du aussehen und Dich verhalten

Etwas, was viele Leute vergessen, ist sich zu überlegen, was Fahrer eigentlich gern für Menschen mitnehmen. Ich selbst halte mein Auto wenigstens gern etwas sauber. Deshalb würde ich grundsätzlich niemand mitnehmen, der super dreckig aussieht. Umso besser Du gekleidet bist, umso mehr Chancen hast Du mitgenommen zu werden. Ich kenne einen kanadischen Auto-Stopper, der auch schon öfter im Anzug getrampt ist und er wurde auch immer mitgenommen. Ok, so weit brauchst Du es nicht treiben, aber gut angezogen ist halb mitgenommen.

Schön macht sich auch immer etwas Lustiges. Besonders bei Mädchen ist es beliebt, etwas Lustiges auf das Schild zu malen oder zu schreiben. Auffällig zu sein kann auf jeden Fall nicht schaden und bringt Dir mindestens ein paar lächelnde Gesichter ein.

Dazu solltest Du auch beachten, dass nicht alle Menschen rauchen. In der Tat sind es nicht mehr so viele. Deshalb solltest Du nicht rauchen, während Du versuchst eine Mitfahrt zu finden. Auch Alkohol oder offen sichtbare Anzeichen für Drogenkonsum (Marihuana-Blätter etc) mindern Deine Chancen.

 

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